C wie Canis, der Hund

Mit dem Hund, im Lateinischen „Canis“, geht das Läufer-ABC in seine dritte Runde. In eine gewagte Runde, in der ich mich nur auf sehr dünnem Eis bewegen kann und schließlich einbrechen werde. Denn: Hundebesitzer sind wie Veganer: militant.

Puh, bei den ersten Lesern steigt gerade der Blutdruck, einige scrollen bereits zur Kommentarspalte runter, um mich wüst zu widerlegen. Jedoch: Ich mache nur Spasssss.

Was die Hundebesitzer angeht, nicht die Veganer

Hunde beim Laufen sind ein schwieriges Thema, zumal wenn es nicht die eigenen Hunde sind. Doch grundsätzlich gilt und das schiebe ich gerne vorab: Man kann nicht verallgemeinern. In der Regel sind Hunde nämlich absolut kein Problem. Aber auch Hundebesitzer sollten so ehrlich sein und zugeben:

Sie wollen eben nicht immer nur spielen, die Hunde!

Aber sie sind auch nicht alle Bestien. Ich habe wirklich nichts gegen Hunde, ganz im Gegenteil. Doch zwei unangenehme Erlebnisse hatte ich bereits beim Laufen mit – achtung! – den niedlichen Vierbeinern. Bei mehr als 2.000 Läufen ist das marginal, aber der eine Flugzeugabsturz lässt sich für die Opfer nur schwer relativieren mit dem Argument, sie flögen ja auch besonders häufig.

Hund vs. Seppo #1

Ich lief an einem kleinen Bach entlang, als plötzlich ein sehr großer Hund (was ja nichts heißt, ich weiß, ich weiß) auf mich zukam. Dieser Hund, der wirklich nur spielen wollte!, legte seine Tatzen auf meine Schultern. Nicht alle vier Tatzen, nur seine vorderen. Es muss ausgesehen haben wie ein grotesker Tanz. In der Erinnerung wirkt es auch tatsächlich sehr unwirklich auf mich, in jenem Moment allerdings war ich nicht glücklich. Nun gibt es vermutlich das optimale Verhalten, das ich dem Hund hätte an seinen Tag legen sollen, doch leider, leider, ich bin kein Hundecoach. Der Hund ließ nicht von mir ab und mir wurde ausgesprochen unwohl. Als ebenso unangenehm empfand ich das Verhalten seines Herrchens, das sich das Schauspiel debil grinsend ansah. Ich gestehe der Sache den Humorgehalt durchaus zu, finde aber, er hätte reagieren können, nachdem ihm schon die Hundeleine aus der Hand gerutscht war.

Ich deutete dem Mann via verzweifelten Blick, dass ich mich in dieser Situation unwohl fühlte. Er hatte ein Einsehen und rief den Hund zu sich. Der Hund, ein sehr schöner, reagierte, sodass ich weiterlaufen konnte. Als ich mich umdrehte, hatte sich Bello allerdings abermals losgerissen und lief mir hinterher. Er wollte wieder tanzen. Also wieder seine Pfoten auf meiner Schulter und seine Schnauze vor meiner. Herrchen fand sein Leinenende wieder und zog den Hund abermals weg.

Mir ist klar, der Hund wollte nichts Böses und, ja doch!, Hunde sind nur so aggressiv wie ihre Besitzer (was im schlimmsten Fall nichts an der Tatsache an sich ändert). Er wollte nur spielen, ich weiß. Aber was oftmals nicht von Hundebesitzern akzeptiert wird (und ich meine nicht alle derer): Ich will nicht spielen.

Hund vs. Seppo #2

Das war nicht so lustig. Ich lief einen Trimmdich-Pfad und hing an einer Klimmzug-Stange, als zwei Hunde auf mich zukamen, die an keiner Leine hingen. Nebenbei: Ich bin für absolute Leinenpflicht und weiß, was manch Hundemensch davon hält. Und ich betone auch: Die meisten halten sich ja daran. Doch das Frauchen dieser beiden tat es nicht, hätte aber gut daran getan.

Auf die beiden sympathischen Kläffer mag es komisch gewirkt haben, dass da ein Mensch an einer Querstange hängt (Schon einmal versucht, an einer senkrechten zu hängen?). Möglicherweise habe ich unwissentlich provoziert (Scherz). Hänge Dich nie an eine Stange, wenn Hunde in der Nähe sind. Mea Culpa. Einer der beiden knurrte mich zunächst an und fletschte dann seine Zähne. Seine Körperhaltung war die eines Hundes, der wenig Spaß versteht: Ohren zurück, Haltung starr. Dieser Hund wollte definitiv nicht spielen. Frauchen sah sich das Ganze aus etwa zehn Metern Entfernung unbeeindruckt an, während ich es ansah, um eben nicht den Hund anzusehen. Frauchen rufen wollte ich auch nicht, um den Hund nicht aggressiv zu machen. Also sprach ich leise:

„Rufen Sie Ihre Hunde zurück.“

Sie schüttelte den Kopf. Was ich heute noch nicht einordnen kann. Und ich hing da. Und hatte ohne Scheiß mal richtig Angst, weil dieser eine Hund sehr aggressiv war.

Unter keinen Umständen akzeptiere ich, dass ein Hund mich oder andere in irgendeiner Form angeht. Ich erwarte, dass Hunde ihrem Besitzer gehorchen. Und dass auch Hundehalter ein bisschen Verständnis aufbringen für Menschen, die es nicht mögen, angefletscht zu werden. Nochmal: Ich habe überhaupt nichts gegen Hunde und deren Halter. Sie können auch überall hinkacken, das ist mir latte. Die Hunde, nicht die Halter. Ich hätte auch liebend gerne selbst einen Hund, aber er vertrüge sich nicht mit den Geparden. Mitnichten laufe ich angsterfüllt durch die Stadt, denn die meisten Hunde sind meiner Person gegenüber völlig gleichgültig und gut erzogen. Gar keine Frage. Oftmals beobachte ich das Zusammenspiel aus Hund und Herrchen. Hund sieht mich, blickt Herrchen an, als wolle er fragen, was zu tun ist. Herrchen guckt zurück und Hund ist zufrieden. So geht das!

Nach diesem Vorfall, der nicht ansatzweise lustig war, überlegte ich lange, mich in irgendeiner Form zu bewaffnen. Welche Wahl habe ich denn, wenn vereinzelte (!) Hundehalter ihre Hunde nicht im Griff haben?! Soll ich Wälder meiden?!

Als Petitesse gelten die kleinen Hunde, die meinetwegen auch ohne Leine durch die Gegend juckeln sollen. Die neben einem Jogger gerne herlaufen, weil sie entweder Spaß daran haben oder weil sie kurz ihren Jagdinstinkt ausleben wollen. Sie kläffen ein wenig herum, bleibt man jedoch stehen und brüllt sie an, ziehen sie sich sofort beeindruckt zurück. Die sind kein Thema.

Hundehalter erwarten immer sehr viel Verständnis. Dürfen sie auch. Doch im Gegenzug bitte ich um Verständnis dafür, dass ich mit diesen Tieren, die ja aus gutem Grund unser bester Freund sind, eben nicht den täglichen Umgang gewohnt bin und die Zeichensprache des Hundes nicht vollumfänglich verstehe. Es geht hier nicht um Hunde-„Bashing“! Es gibt keinen Grund, dass sich hier jemand beleidigt fühlt. Auch, wenn wir uns gerade im Internet bewegen.

 

Die Laufeinheit ist ein Blog mit Mehrwert.

„Die was?!“

Die Laufeinheit!

„Achso, ich dachte, ich wäre im seppolog?!“

Nein. Also, Mehrwert: Was tun, wenn wir Läufer in solche Situationen geraten? Neben Beten?

Zunächst einmal blickt man beim Beten dem Hund nicht in die Augen und auch nicht sonst wo rein. Man ignoriert ihn. Dadurch werde man für den Hund uninteressant. Angst soll man nicht zeigen, was ich aber schwer umzusetzen finde, denn man hat ja Angst und die riecht der Hund! Selbstbewusst soll man sich geben. Und dazu gehört: keinesfalls weglaufen! Dann ist man erst Recht des Hundes Beute! Und wir sollen ihm nicht unsere Front zeigen, uns eher seitlich zu ihm stellen. Warum? Im Falle eines Angriffes sind unsere Weichteile besser geschützt. Man muss Prioritäten setzen …

Das soll hier keine Panikmache werden, aber hin und wieder kommt es zu Angriffen von Hunden auf Menschen. Da hilft auch nicht zu wissen, dass der Hund ja gar nicht Schuld trägt. Das wäre mir in dem Falle auch egal. Nun gülte es, den Hund abzuwehren, ab diesem Punkt ist Schreien um Hilfe erlaubt. Gerade im Wald solle man zusehen, sich mit schlagkräftigen Ästen auszustatten, um den angreifenden Hund, der nur spielen will, vom eigenen Körper möglichst fernzuhalten.

Als Fazit lege ich zum dritten Mal Wert darauf zu erwähnen, dass in aller Regel ja nichts geschieht. Und auch aus jener oben beschriebenen brenzligen Situation kam ich heraus. In der Tat ließ der Hund von mir ab und ging Richtung Frauchen, das bis zum Ende nicht reagiert hat. Als Fazit bleibt aber auch, dass ich einen Hund, der mir sein Gebiss zeigt, inakzeptabel finde. Was, wäre ich ein kleines Kind gewesen, das vielleicht anders auf die Aggression des Hundes reagiert hätte?!

Hunde beim Joggen sind kein Problem. Ich treffe täglich so viele, da ist ein Einzelfall wirklich ein sehr seltener. Guten Abend. Achja, wie sind denn so Eure Erfahrungen? Freue mich auf Eure Kommentare!

Ach, eine Sache fällt mir noch ein, so als Tipp: Nähere ich mich joggend und leichtfüßig einem Hund von hinten, den ich überholen will, mache ich mich mittels Akkustik bemerkbar. Denn Hunde erschrecken ganz gerne mal, wenn man sie plötzlich überholt. Auch das, liebe Hundebesesitzer, ist kein Vorwurf, denn auch ich erschrecke, wenn man mich überholt! Und nun esse ich Fleisch in Massen.


Dank an Critixalpixie, die mir dabei half, ein Wort mit dem Buchstaben C zu finden! Besucht mich gerne auf Facebook!

13 Kommentare Gib deinen ab

  1. ali0408 sagt:

    „Es muss ausgesehen haben wie ein grotesker Tanz.“

    O ja, diese Art grotesker Tänze kenne ich auch, und ich bin nur 1,65 m lang, habe auf diese Weise aber schon einmal mit einem Irischen Wolfshund „getanzt“, dem ich, hätte er einen Gürtel getragen, maximal gegen die Gürtelschnalle hätte starren können. Da es ein Rüde war, starrte ich – es ging nicht anders, da wir uns ja frontal gegenüberstanden – leider ganz woanders hin … 😉 Labradore, Schäferhunde und Berner Sennenhunde, deren vordere Tatzen ich bereits auf den Schultern hatte, weil sie mich so nett fanden, waren gegen das ursprünglich in Irland beheimatete Tier ein Klacks. 😉 Dabei laufe bzw. jogge ich nicht einmal. 😉 Zum Glück bin ich mit Hunden großgeworden (nicht sehr groß – siehe oben), und so bin ich meist Herrin der Lage. Nur eben dieser Irische Wolfshund hat selbst mich etwas überfordert.

    Der Frau mit den beiden Hunden, von denen Du schreibst, hätte ich die Hölle heißgemacht! Es sind just diese Hundehalter, die alle anderen mit in den Dreck ziehen, und das ärgert mich. Ich bin auch der Ansicht, dass auch kleine Hunde gehorchen müssen – das ist größenunabhängig. Ich kann mir ja leider auch nicht alles erlauben, nur weil ich nicht einmal die 1,70-Meter-Marke geknackt habe. 😉

    Dir wünsche ich ungestörtes Laufen und weniger Konfrontation mit tänzerisch interessierten oder gar aggressiven Hunden! 🙂 Und ein schönes Wochenende!

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  2. dergl sagt:

    Das finde ich ein C-Wort mit Mehrwert. Ich wage die These, dass auch ein geübter und abgehärteter Läufer gegebenenfalls über so ein Tier oder seine Leine stolpern kann, wenn etwas Unvorhersehbares passiert. Wenn das Tier kilometerweit ruhig mit Besitzer auf deiner Strecke mitgelaufen ist und plötzlich geht ein Martinshorn oder irgendetwas, das der Hund mit etwas Negativem verbindet, dann kann das Tier gar nichts dafür, aber rein aus Konditionierung ist es dann ab durch die sprichwörtliche Hecke und wer nicht schnell genug reagieren kann, der liegt vielleicht lang. Die Hündin bei mir im Haus stammt aus einer Tierrettung und hat laut ihrer Besitzerin in einer Panikattacke mal einen nicht mehr ausweichen könnenden Läufer umgerannt.

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  3. Vorab: Danke für die Erwähnung 🙂
    Als Läufer mit Hunden könnt ich ja jetzt richtig klugscheißern, lass es aber.
    Im Endeffekt kann Läufer, vor allem wenn nicht Hundebesitzer, nicht viel tun außer auf das Herrchen hoffen, leider trifft man so wie Du da hier und da Mal auf welche die das mit Gehorsam und Sozialempathie nicht so haben. Selbst ich als Hundehalter, der auch schon viele verschiedene Charaktere von Hunden kennengelernt und gehüttet hat, kann mich nicht jedem fremden Hund selbstbewusst gegenüberstellen, obwohl ich an der Körpersprache des Hundes ja noch eher sehe was da gleich abgehen könnte … Ich sags wie es ist, wenn es hart auf hart kommt konnte ich mich schon zweimal auf meine beiden Damen verlassen, ein Golden Retriever hatte da mal eine seltsam unbegründete Aversion gegen mich als ich mit ihnen Laufen war …
    Von hinten überholen sollte einem normalen Hund nicht soviel ausmachen, Du könntest aber versuchen lauter aufzutreten – Schlüsselbund klimpern würde ich NICHT empfehlen – gibt Hunde die bekommen da Angst (obwohl da muss das Herrchen dran arbeiten) – aber manche Hunde asozieren das auch mit einem Vertreter der gleichen Gattung (meine z.B.) und schaun dann ganz blöde rum wo den der andre Hund ist …

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  4. ellalilou sagt:

    Da wollen wir uns mal äußern. Is‘ quasi unser Fachgebiet, da wir der oben genannten Spezies nun einmal angehören.
    Dazu sind wir auch noch solche, die die Boulevardpresse gern zu mordlüsternen Bestien stilisiert.
    Uuuuund, es kommt noch schlimmer, unser Frauchen ist Veganerin.
    Denkbar ungünstige Voraussetzungen, aber Du wolltest ja Kommentare.

    Militant, ja, das ist sie. Die olle Ziege. Die plädiert nämlich ebenfalls für eine absolute Leinenpflicht. Damit haste wahrscheinlich nicht gerechnet. Wir hatten uns das auch anders vorgestellt, als wir bei ihr einzogen! Was für ne Scheiße!
    Die findet das gar nicht okay, wenn wir auf Menschen zurennen wollen und hält uns einfach immer, wirklich immer! davon ab, die intolerante Kuh.
    Dabei gehören wir zu der „wir lieben Euch alle und wollen! jetzt! sofort! Euer! Gesicht! abschlabbern!“-Fraktion.
    Naja. Wenn man uns denn ließe.
    Is‘ aber Essig. Frauchen ist – ein Wunder? – da ganz auf DEINER Seite (die Verräterin!), die meint nämlich auch, dass es ’ne absolute Frechheit ist, wenn Hundebesitzer erwarten , alle anderen Menschen müssten auf uns und unsere Artgenossen Rücksicht nehmen, oder Verständnis haben, wenn wir „spielen“ wollen.

    Ja. Manchmal wollen wir jagen. Wir stammen nämlich immernoch vom Wolf ab: „canis lupus“, um Deinen Ausgangsbuchstaben mal aufzugreifen. Und dann flitzt was oder wer vor (manchen von) uns weg und wir (also die anderen, wie dürfen ja nicht!) halten es für Beute und dann?
    Dann passiert was. Ätzend.

    Frauchens Blutdruck steigt ins Unermessliche, wenn sie andere Menschen von Weitem sieht, die unsere Artgenossen nicht angeleint haben. „Bitte anleinen“ zu rufen ist meist eher ein schlechter Rat, weil Bello dann denkt „Geiloooooo! Da will einer wat von mir, da renn isch glatt ma‘ hin!“
    Nicht gut in unserem Fall. Wir finden Artgenossen nämlich doof, wenn sie auf diese Weise unerwünscht in unser Rudel donnern, und dann könnte es passieren, dass wir denen auf’s Maul hauen.
    Und dann ist das Geschrei groß: „Meiner wollte nur spielen! Kampfhunde!“ Mimimi.
    Im Vorhinein vermeidbar, wenn jeder mehr Rücksicht nähme, auch auf Läufer, alte Menschen, spielende Kinder und so weiter, und so weiter.
    In diesem Ausnahmefall kann man getrost sagen: „Wenn das jeder machen würde!“
    Ja! DAS wäre ein Traum!

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  5. Danischka sagt:

    Mir fällt da sofort eine Begegnung ein, als mich ein Husky, der just locker über den Gartenzaun gesprungen ist, um mich anzufallen. Keine Ahnubg warum er gerade mich als Bedrohung angesehen hat.

    Glücklicherweise ist nichts passiert, aber es hat meine Angst vor Hunden bestätigt. Seitdem bin ich übervorsichtig und bedanke mich bei jedem Hundehalter, der mir mit Respekt begegnet und seinen Hund auf die andere Seite und an die kurze Leine nimmt. So wie es sich auch gehört.

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  6. Ein Thema, zu dem wohl jeder Läufer ein Lied singen kann. Ich liebe Hunde und hatte auch schon selbst eine Schäferhund-Dobermannmischung. Trotzdem habe ich Angst, wenn ein fremder Hund ohne Leine auf mich zugerannt kommt. Sei es in Spiellaune oder ohne. Sobald andere Menschen in der Nähe sind, gehört ein Hund an die Leine. Und zwar aus meiner Sicht jede Größe – ich mag es nicht wirklich, über einen kleinen Wischmopp zu stolpern oder seine Zahnstocherzähnchen in den Waden zu verspüren.

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  7. Wilhelm Würfl sagt:

    Ich bin Hunden gegenüber neutral. Idioten sind immer die Besitzer, wenn etwas schief läuft. Als Läufer rufe ich von Weitem „Vorsicht Läufer“. Im Normalfall wird gut reagiert, der Hund kurz gehalten. Beim passieren des Hundehalters bedanke ich mich artig! Andererseits baue ich beim Laufen Aggressionen auf, die dann schon ein paar schlecht erzogene Hunde/Hundehalter abbekamen. Wie eingangs erwähnt habe ich nichts gegen Hunde, aber ich betreibe aktivste Notwehr, wenn einer meine persönliche Schutzmeile durchbricht (Kickweite meine Füße)

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  8. Mordred sagt:

    Als Jogger mit Hündin (Labrador) muss ich sagen: Die Tipps sind absolut richtig. Ergänzung: Den Hund zu ignorieren heißt bei Begegnung ihn nicht nur nicht zu beachten, sondern auch (falls er einem nicht direkt so radikal anspringt mit Vorderläufen auf den Schultern etc.) einfach ohne zu zögern unverändert weiterzulaufen. Denn stehen bleiben ist auch schon eine Reaktion auf den Hund.
    Zu den Freunden der pauschalen Leinenpflicht: Das halte ich für extrem überzogen. Jeder Hundehalter ist für das Wohl seines Hundes und selbstverständlich für dessen Verhalten 100% verantwortlich. Wir haben viel Zeit und Geld in die Erziehung unserer Hündin investiert, damit sie ein 1a Verhalten an den Tag legt. Und das tut sie auch. Und selbstverständlich sollte man auch die Grenzen des Tieres kennen. Wenn sich bspw. eine Kindergartengruppe mit Stöckern und Bällen bewaffnet laut krakelend nähert, nehme ich den Hund konsequent an die Leine.
    Abschließend noch was zum Überholen, falls hier auch Fahrradfahrer lesen: Benutzt bitte bitte bitte immer Eure Klingel! Weder Jogger noch Hunde haben hinten Augen im Kopf und halten warum auch immer nicht 100% der Zeit ihre Spur.

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  9. ich bin kein läufer. aber ich bin hundebesitzer. ein labbi, ein mops, ein pinschermix sind die meinen. und nein, ich habe sie nicht an der leine. meine hudne sind erzogen und dürfen deshalb auch freilauf geniessen. alle drei sind zudem freundliche vertreter ihrer gattung. allerdings unterbreche ich den freilauf in entsprechenden situationen. sie werden zu mir gerufen und wir gehen demonstartiv auf die seite, um spaziergänger und jogger unbehelligt vorbei zu lassen. bei begegnungen mit angeleinten hunden oder reitern werden sie angeleint. ich kann auch recht gut schon auf distanz erkennen, wenn menschen sich in gegenwart von hunden unwohl fühlen oder sogar angst haben. auch dann leine ich sofort an. ich werde es bis in alle ewigkeit nicht verstehen, was so schwierig ist an ein bisken rücksichtnahme! mir fehlt auch als nichtlaufender hundebesitzer jedes verständnis für rücksichtslosigkeit! ich wünsche allen läufern eine schöne zeit ohne unangenehme hundebegegnungen!!

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  10. Ja, danke, Sebastian, du bist der erste der meinen Blog mag, den ich nicht kenne. Juhu. Schön. Danke. Ich mag deinen auch! Was allerdings dein Ruf nach allgemeiner Leinenpflicht angeht, bin ich nicht deiner Meinung. Ich empfinde die Pflicht als echte Tierquälerei und schließe mich Claudia an: Es bedeutet Arbeit einen Hund zu erziehen. Doch ich habe einen anderen Vorschlag: Könnte man nicht gegen die Hundebsitzer, die derart unverschämte Köter (ja, ich habe es gesagt) haben, wie die von dir erwähnten, strenger vorgehen? Warum immer pauschalisieren? Ich hasse es, wenn fremde Hunde mich anspringen (geht übrigens auch an der Leine, leider) und obwohl ich selber einen kleinen Felltypen habe, grundsätzlich misstrauisch gegenüber jedem Hund der die Möglichkeit hat mir echt wehzutun. Drei Attacken als Kind sind schuld. Also mein Vorschlag: 1. Beißkorb für jeden Hund der mal gebissen hat. 2. Verpflichtender Hundeführerschein. 3. Jeden und jede, die den Hund nicht im Griff haben, fotografieren und anzeigen. Was sagst du dazu?

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  11. Hallo Sebastian! Du hast einen köstlichen, scharfsinnigen Humor und einen bewundernswerten Arbeitseifer! Deine Artikel haben mich schon manchmal zum Lachen gebracht. Allerdings habe ich mich nicht getraut, darauf zu reagieren… Anfangs dachte ich: der ist Reporter, gewitzt, und will meinereiner in der Luft zerreißen. Als ich sah, wo Du sonst noch Likes klickst, stellte ich fest, dass Du wohl doch Interesse hast und habe mich gefreut. Doch Du bekommst so viel Resonanz bei Dir und ich schaffe es kaum, ein paar Kontakte zu pflegen. Ich bin nicht gerade ein Kraftprotz. Deine Artikel sind manchmal, wenngleich toll, etwas lang für meine Kapazität (und auf Seppolog ist Deine Einstellung zu Beziehungen mitunter etwas anders als bei mir, falls ich das noch erklärend hinzufügen darf). Wie auch immer – behalte Deinen fröhlichen, charmanten Humor und Deine Kraft! Herzlich, die Tina

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